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28.08.2014 Kategorie: Archiv

28.08.2014|LUXEMBURG Rohrvortrieb Bonnevoie - Beggen

Im Petrusstal entsteht derzeit eine von mehreren Pressgruben. Von diesen Punkten aus wird die Bohrung vorgenommen. Hier beim Schlittenhügel wird zudem eine provisorische Pumpstation entstehen. Foto: Guy Jallay

Veröffentlicht am Dienstag, 15. Juli 2014 um 17:09

(DL) - Eine kaum sichtbare Großbaustelle mitten in der Stadt – das gab es so auch noch nicht oft. Doch ist genau das momentan auf einer 6,15 Kilometer langen Strecke zwischen Bonneweg und Beggen der Fall. Unterhalb der Erde wird ein zwei Meter dicker Abwasserkollektor verlegt – ein riesiges Unterfangen, das lediglich an neun Punkten, nämlich dort, wo die Baugruben entstehen, sichtbar ist. Eine solche entsteht zurzeit auch inmitten des Petrusstals – mitsamt einer provisorischen Pumpstation.

Bis Ende 2016 sollen die Kläranlagen in Bonneweg und Beggen durch einen unterirdischen Kollektor miteinander verbunden sein, damit sämtliches Abwasser vom Gebiet der Stadt künftig in Beggen, und nicht mehr in der veralteten Anlage in Bonneweg, verarbeitet werden kann. Letztere Kläranlage soll denn auch nach Abschluss der Arbeiten geschlossen werden. Dort fließen zurzeit noch die Abwässer der Stadtviertel Bonneweg, Cents, Hamm, Pulvermühl und Gasperich sowie aus der Gemeinde Leudelingen ein.

Der neue Abwasserkollektor wird insgesamt 6,15 Kilometer lang und zwei Meter dick. Im Durchschnitt liegt er zehn bis 15 Meter unter der Erde – wobei es unterhalb von Verlorenkost und des Stadtzentrums zu Tiefen von bis zu 50 Metern kommen wird.

EU-Strafe reduzieren

Von diesem gigantischen Infrastrukturprojekt bekommen die Bürger nur wenig mit, dies da der Kollektor mithilfe der Technik des „unterirdischen Rohrvortriebs“ verlegt wird. Aktuell ist die Baustelle jedoch zum Beispiel im Petrusstal deutlich sichtbar. In der Nähe des Schlittenhügels entsteht nämlich eine von insgesamt neun Baugruben. Außerdem wird dort provisorisch eine Pumpstation geschaffen, damit bereits vor der Fertigstellung des neuen Kollektors Abwasser von diesem Punkt aus in die bestehenden Kollektoren geleitet werden kann.

Damit könnte Luxemburg die saftige Strafe, zu der es vom Europäischen Gerichtshof verurteilt worden war, weil zwei seiner Kläranlagen nicht EU-konform sind, zumindest mindern. Zur Erinnerung: Das Großherzogtum war Anfang des Jahres zu zwei Millionen Euro Strafgeld sowie 2 800 Euro Zwangsgeld pro weiterem Tag, an dem die Anlagen nicht EU-konform sind, verurteilt worden.

Die Pumpstation im Petrusstal soll ihren Betrieb Mitte 2015 aufnehmen. Anderthalb Jahre später soll schließlich der neue Kollektor mitsamt seiner Anbindung an die Kläranlage in Beggen fertiggestellt sein.

Qelle: Luxemburger Wort vom 15.07.2014

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